Das neue Exponat

Wer um die 70 Jahre alt ist und in Tremmen zur Schule ging, der kennt noch das Lehrerehepaar Dorothea und Gustav Schönefeld. Ein Enkel dieser beiden ermöglichte dem Dorfmuseum, Fotos und Dokumente aus dem Leben der damals hoch geachteten Lehrer in Kopie zu übernehmen. Wer also die Lehrer noch kannte, wird sie auch auf diesem Foto erkennen. In der Mitte und vor den beiden sitzend die Schwester von Dora Schönefeld, Fräulein von Fragstein, auch Tante Ella genannt. Sie wohnten in der Hauptstraße 31.
Ein „Schatz“ ist die Schenkung von Herrn Klaus Schilling aus Brandenburg an der Havel an das Dorfmuseum: Zwei dicke Bände eines Tagesbuchs des Oberlandjägers Wilhelm Wolff, Wachtmeister in Tremmen, aufgeschrieben zwischen 1914 und 1922 und reich bebildert, wie diese Seite aus dem Jahre 1920 zeigt. Da ist er selbst mit abgelichtet, vor jenem Gebäude, das in Tremmen bis nach dem 2. Weltkrieg immer das Wachtmeisterhaus war (heute Heerstraße 17). Leider sind die handschriftlichen Aufzeichnungen überwiegend in Sütterlin – da steht uns noch einige Arbeit bevor, das ganze zu entziffern, um dann neue Erkenntnisse für die Dorfchronik zu gewinnen.
In diesem Wanderbuch (erschienen um 1904) ist natürlich auch Tremmen enthalten und auch schon unsere Eisenbahnlinien, die zu jener Zeit gerade erst gebaut wurden. Die Bücher sind eine Schenkung von Familie Lauterbach aus Berlin.