Das neue Exponat

Im Jahre 2020 wurden dem Dorfmuseum zahlreiche Exponate geschenkt: eine alte Reiseschreibmaschine und Lehrhefte von Frau Krüger diverses Holzspielzeug von Frau Thielke, u.a. ein Schaukelpferd (siehe dazu unsere Sonderausstellung) 12 Sammeltassen von Frau Wilke zwei Kisten voll mit Haushaltsgegenständen und Produkten aus der DDR-Zeit von Frau Hagen das Buch „Bäuerliches Hauswesen und Tagwerk“ (1927) sowie div. Geschirr von Fam. Nölte eine Landkarte „Kreis Osthavelland“ (1920) von Herrn Röske. Das meiste können Sie sich im Museum anschauen. Hier stellen wir nur drei Schenkungen vor:

Erstes Fernsehkabel

Stück eines Breitbandkabels aus der Zeit des Aufbaus der Fernsehübertragungen in Deutschland in den 1930er Jahren. Geschenk von Herrn Jürgen Bauch aus Blankenburg/Harz, dem Verfasser der Bücher „Die Breitband-Fernkabel des Deutschen Reiches“, als Dank für unsere Mitarbeit an seinen Publikationen, insbes. von „Band II Das FK503 (Berlin- Hamburg)“ Dieses Kabel stammt vom FK504 Berlin-Brocken-Frankfurt/Main. Es wurde am 13.2.2020 in der Nähe von Göttingen durch Bauarbeiter gefunden und von Herrn Bauch geborgen. Es ist aber dem Kabel FK503, welches damals bei uns in Tremmen zur Fernsehübertragung von Berlin nach Hamburg verlegt wurde, sehr ähnlich.

Feldzirkel (Feldmesslatte)

Mit diesem einfachen Gerät wurden früher Längen von Ackerstücken ausgemessen, um daraus die Ackerfläche zu berechnen. Der Abstand zwischen den Spitzen beträgt hier 2 m. Geschenk von Herrn Pagel aus Nauen. Besonders berühmt wurde dieses Gerät während der nach dem 2. Weltkrieg in Ostdeutschland durchgeführten Bodenreform, bei welcher Besitztümer über 100 ha Ackerland enteignet und an landarme und landlose Bauern und Umsiedler aufgeteilt wurden.

Buchsenbohrmaschine

Zur Geschichte unserer Schule, Teil 2: ab 1960

Tremmen im 2. Weltkrieg

1.

2.

Aktuelles

Im Jahre 2021 wurden dem Dorfmuseum bis dato schon 75 Exponate

geschenkt! Die Schenker waren Frau Dr. Hoedt, Herr Rogge, Herr Reddin, Frau

Hildebrandt, Herr Richter, Familie Stolzmann, Familie Nölte, Herr Beier, Frau Lüpke,

Familie Klotz und Frau Wenzel.

Als sehr wertvoll erachten wir das „Haupt-Schülerverzeichnis“ der Tremmener

Schule, angefangen am 1.4.1933, geführt bis zum 1.10.1945. Es enthält neben den

Namen und weiteren Daten der Schüler (u.a., wann geimpft!) auch Namen und

Beruf der Eltern sowie teilweise die Zensuren des Schulentlassungszeugnisses

(diese halten wir aber geheim!).

Daneben erhielten wir einen Ordner „Schulakten Ev. Volksschule“ Tremmen, u.a. mit

einem Stundenplan von 1927, Schriftverkehr mit dem Landrat vom 1919, ein

Schreiben des Preußischen Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung von

1928 zu „Flaggen von Schulgebäuden“ u.a.

Der ehemalige Lehrer Rogge hatte diese Dokumente gerettet und aufbewahrt.

Schade, dass wir das noch nicht hatten, als wir unsere Sonderausstellung zur

Geschichte der Tremmener Schule gestalteten.

Die weiteren Schenkungen können wir hier nicht alle abbilden – sonst kommen Sie ja, lieber Leser, nicht mehr ins Museum! Nur drei Beispiele:
Ein besonderer Fund gelang jener Firma, die gerade an der Zachower Straße einen Fahrradweg baut. Bei Erdarbeiten am Mühlenberg stieß man auf zwei große Mühlsteine, informierte das Museum und transportierte sie uns auf unsere Feilichtausstellung, wo sie nun beim schon vorher vorhandenen Mühlstein liegen. Die Geschichte dazu gab es schon, auch ein Foto der Steine von vor 1945, als sie noch nicht unter der Erde lagen, siehe http://www.museumtremmen.de/index_htm_files/DerMuehlstein.pdf

AG „Junge Dorfhistoriker“ gegründet

Zu unserer Überraschung besuchten kürzlich einige Kinder aus Tremmen - ganz von sich aus - das Museum und bekundeten - auf unsere Nachfrage - Interesse, eine Arbeitsgemeinschaft im Museum zu gründen, die sich dann am 20. Oktober konstituierte. Die Schüler Franz, Collin, Marek, Karl und Tamino (v.l.n.r.) wohnen alle in Tremmen und treffen sich nun regelmäßig im Dorfmuseum, wo sie gegenwärtig unter Leitung von Dieter Friske das Drechseln lernen.
Drechselware gehört zu den besonders beliebten Souvenirs des Museums. Die Jungen wollen die Arbeit des Museums in vielfältiger Weise unter- stützen, u.a. durch die Pflege der Modelleisenbahn. Sie wollen kleine Videos über die einzelnen Abteilungen des Museums produzieren und sich zu Museumsführern für Schulkinder qualifizieren. Wir wünschen den Jungen viel Spaß und Erfolg!
Außerdem …
Öffnungszeiten: im Jahre 2022 vom 03. Apr - 30. Okt  jeden Samstag,Sonntag u. Feiertag von  13:30 bis 17:00 Uhr  Für Reisegruppen, Wandergruppen und Schulklassen nach Anmeldung auch werktags geöffnet!

Das Dorfmuseum arbeitet gegenwärtig an zwei neuen

Themen zur Dorfgeschichte:

Dies ist ein Gerät aus der Stellmacher- Werkstatt. In der unsrigen hatte es nur keinen Platz mehr und wurde deshalb auf der Freilichtausstellung aufgestellt. Eine Buchse ist eine Metallhülse zur Lagerung einer Achse, also hier der Achse eines Ackerwagens. Die Buchse wird dazu in der Mitte der Nabe des Wagenrades eingebracht. Die Nabe hat zwar von vornherein in der Mitte ein Loch, aber dieses Loch hat zunächst eine unbestimmte Größe. Erst, wenn das Rad völlig fertig ist, bohr man das Loch der Nabe zu jener Größe, die der vorgesehenen Buchse entspricht. Das machte man früher per Hand mit einem großen Löffelbohrer. Bei Verwendung dieser Maschine wird das Rad hingelegt und der Apparat auf die Nabe aufgeschraubt. In der Bohrwelle sitzt ein beliebig zu verstellendes Messer, mit dem man sowohl zylindrische als auch konische Löcher in die Nabe bohren konnte.